



Bildlegende:
1) Mika, Mariko (Schwester von Mika), Romana und 2 Paparazzi
2) Mika, Mariko, Romana und Simon bei Mika zu Hause
3) mit einem freundlichen Sumokämpfer
4) diese Ohrringe habe ich soeben geschenkt bekommen. Ein Japaner fand dies fehle noch zu meiner Aufmachung.
Diesen Samstag hat Mika uns zu ihrem Quartier-Shrine-Matsuri eingeladen. Mika gibt immer alles, damit wir die japanische Kultur hautnah erleben können. So verlautete ihre Mutter, nachdem sie uns Tee und Kuchen serviert hatte: “Simon San, gehe bitte in den oberen Stock zum Onkel, und erst wenn wir dich rufen darfst du wieder kommen.”
Et voilà, 40 Minuten später waren wir alle in wunderschöne Yukatas gekleidet und Matsurifähig. Die traditionellen “one Size only” Schuhe sind nicht europäischen Füssen gewachsen, was jedoch nicht so schlimm ist, denn heutzutage trägt man flipflops :-)Und wir können behaupten, die zwei in Yukata gekleideten Gaijins (Ausländer), waren neben den Mikoshis die Hauptattraktion.
Ein Versuch zu erklären was ein Matsuri überhaupt ist.
Jedes Quartier in Tokyo hat seinen eigenen Schrein. Manche sind gross, manche klein, manche zum Teil ganz protzig oder schön schlicht. An einem Matsuri gibt es, wie im letzten Video gezeigt, mehrere Umzüge. Während dieser Paraden wird der Schrein-Gott “Kami”, Mithilfe der Mikoshi in der Nachbarschaft rumgeführt. Die Mikoshi sind mit Gold und Glocken beschmückte Miniaturschreine, die auf den Schultern von vielen Männern und Frauen getragen werden. So ein Schrein wiegt locker 3 Tonnen netto, also ohne Gott! Die in traditionelle Tracht gekleideten Träger, bewegen sich in einem speziellen Rythmus, der den Schrein ziemlich deftig schüttelt und sehr langsam voranbringt . Daiko Trommler und ein Pfeiffer (zum Glück nicht mit den Klängen der Basler Fasnacht verwandt) laufen voraus und geben den Takt an. Das Video vom vorletzen Blogeintrag, zeigt das Asakusa Matsuri, welches das grösste und bekannteste in Tokyo ist.